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Kirchweihe – ein Ort der Sehnsucht


Die Gemeinde Augsburg hat ihre eigene Kirche. Die Weihe am gestrigen Sonntag, 8. Juli, war der Höhepunkt nach der anstrengenden Bauphase. Bischof Dr. Matthias Ring weihte die Junia-Kirche im Augsburger Stadtteil Pfersee in Anwesenheit von rund 450 Gottesdienstbesuchern. Neben den Mitgliedern der Gemeinde kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen alt-katholischen Gemeinden nach Augsburg. Auch Mitchristen aus den alt-katholischen Nachbarbistümern Österreichs, der Schweiz und der Niederlande waren angereist. Erfreulich war die große Zahl der ökumenischen Gäste, darunter Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, der anglikanischen Kirche, der evangelischen und römisch-katholischen Nachbargemeinden  sowie der Abt der Benediktinerabtei St. Stephan, Theodor Hausmann OSB.

Der römisch-katholische Pfarrer von St. Moritz, Helmut Haug, sagte in seinem Grußwort, er freue sich, die Alt-Katholiken als Nachbarn zu haben. Es sei gut, dass es diese Gemeinde gebe.  Für eine Überraschung sorgte der Essener Pfarrer, Dekan Ingo Reimer. Er  konnte der Gemeinde das Angebot von drei Glocken machen. Symbolisch überreichte er Pfarrerin Alexandra Caspari eine Schiffsglocke, und ermutigte den Kirchenvorstand, dass mit Kreativität und Mut auch der Bau eines Kirchturms oder eines Glockenstuhls zu bewerkstelligen sei.

In seiner Predigt wünschte Bischof Dr. Ring der Gemeinde, ihre Kirche möge zu einem Sehnsuchtsort werden.  So wie der Prophet Elija die Anwesenheit Gottes im sanften Säuseln erfahren habe, könne auch die neue Kirche in ihrer Schlichtheit etwas von einer mystischen Erfahrung vermitteln. Vor allem aber komme es darauf an, dass die Menschen, die diese Kirche mit Leben füllen, über ihre Sehnsüchte ins Gespräch kommen.

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